Manchmal reicht schon ein Blick auf den Farbschnitt und die Covergestaltung, um ein Buch unbedingt sofort aufschlagen zu wollen. Genau so ging es mir bei diesem Romantasy-Auftakt, der uns an der Seite der schlagfertigen Soraya direkt in eine tödliche Arena katapultiert. Für mich war das Buch letztendlich ein ziemliches Auf und Ab. Warum mich der Schreibstil trotzdem bei der Stange gehalten hat und wo meine Kritikpunkte liegen, erfahrt ihr in meiner heutigen Rezension.
Klappentext
Soraya hat dem Königshaus alles geschworen – nur keine Vergebung.
Seit Sorayas Bruder durch Kronprinz Cruz verurteilt wurde, verkörpert er für sie alles, was sie hasst: Macht und Willkür. Und als sie sich ohne jede Vorwarnung der gnadenlosen Aufnahmeprüfung in die legendäre Element Academy stellen muss, steht ausgerechnet Cruz Castillo wieder vor ihr. Und seine Nähe erschüttert sie mehr als sein Urteil. Was sich wie ein Fluch anfühlt, bringt eine Wahrheit ans Licht, die nicht nur Soraya und Cruz überrascht, sondern ein ganzes System aus Blut, Magie und Gehorsam ins Wanken bringt.
Leseeindruck
Schon vor dem Aufschlagen ist das Buch ein absoluter Eyecatcher. Wer auf dem Blog mitliest, weiß, wie sehr ich eine liebevolle Buchgestaltung schätze. Angefangen beim Cover, über Farbschnitt, die Innengestaltung bis hin zum praktischen Lesebändchen ist dieses Exemplar eine absolute Augenweide. Ein riesiges Plus ist die wunderschöne, detailreiche Karte der Arena sowie das Register der Runen, Wesen und Völker. Zwar ist die Welt so geschickt erklärt, dass man kaum nachschlagen muss, doch als Nachschlagewerk ist es wunderschön umgesetzt.
Der Schreibstil der Autorin liest sich flüssig und macht einfach Spaß. Vor allem der Humor hat mich begeistert. Auch der Aufbau der Geschichte konnte mich überzeugen. Die Kapitelanfänge mit Briefen, Regelwerken oder Tagebucheinträgen lockern das Ganze wunderbar auf, während die Kapitelüberschriften perfekt zur lockeren Art der Protagonistin passen.
Soraya ist eine großartige Hauptfigur. Sie ist mutig, leicht trotzig und dabei mit einer herrlich spitzen Zunge gesegnet. Cruz konnte mich als Charakter noch ein wenig eher überzeugen. Ich empfand ihn als spannend Der Schlagabtausch zwischen den beiden hat wären des Lesens für viele unterhaltsame Momente gesorgt. Allerdings hätte ich mir bei der Entwicklung der beiden und ihrer Dynamik ehrlich gesagt noch etwas mehr Tiefe gewünscht.
Das Worldbuilding ist grundsätzlich stimmig aufgebaut, allerdings waren mir die vielen neuen Begriffe und Informationen stellenweise einfach ein bisschen zu viel des Guten. Was das Magiesystem angeht, blieb für mich leider Potenzial ungenutzt.
Kritikpunkt: Allseits bekannte Geschichten in neuem Gewand: Die Handlung glänzt immer wieder mit richtig guten, spannenden Szenen und kreativen Prüfungen, hatte zwischendurch aber leider auch mit Längen zu kämpfen. Am meisten gestört haben mich jedoch die deutlichen Parallelen zu bekannten Reihen wie Harry Potter, Die Tribute von Panem und Die Bestimmung. Dadurch ging für mich leider ein großes Stück Eigenständigkeit verloren und vieles wirkte sehr vorhersehbar. Das Buch macht zwar vieles richtig und verpackt es extrem schick, erfindet das Rad aber in keiner Weise neu.
Fazit
3 ⭐ – für ein optisches Highlight mit tollen Charakteren, das inhaltlich aber noch Luft nach oben hat.
Vielen Dank an den Verlag, Lovelybooks und die Autorin für das Rezensionsexemplar.
Über das Buch
Titel: A Vow of Light and War (Element Academy 1)AutorIn: Ayla Dade
Verlag: Cove Verlag
Erscheinungsdatum: 31.August 2026
ISBN/ASIN: 978-3551322333
Seitenzahl: 704 (Hardcover)
Genre(s): Fantasy, Romantasy

