Witch of the Wolves: Halbmond (Blood-Legacy-Reihe 1) | Kaylee Archer {Rezension}

Ab und an habe ich einfach Lust auf eine Romantasy-Geschichte, die Spannung verspricht und die ohne anstrengendes Hin und Her auskommt. Witch of the Wolves: Halbmond, der Auftaktband der "Blood-Legacy"-Reihe von Kaylee Archer ist genauso ein Buch, das beim Lesen einfach Spaß macht.


Klappentex

Cordelia und Alpha-Anwärter Bishop versprechen knisternde Spannung, Machtspiele und brodelnde Gefühle

Cordelia Levine, eine Hexe, versteckt sich in London bei ihrer Tante, die eine Apotheke für Übernatürliches führt. Ihr ruhiges Leben endet abrupt, als der attraktive Werwolf Bishop Danvers sie auf Befehl ihres entfremdeten Vaters, Alpha des Albion-Rudels, entführt.

Auf dem Anwesen ihres Vaters entdeckt Cordelia, dass sie einer mächtigen Linie von Hexen mit Werwolfsmerkmalen entstammt – eine einzigartige Blutlinie, die vor fremden Rudeln geschützt werden muss. Doch nicht alle Rudelmitglieder begrüßen ihre Ankunft.

Während die Gefahr näher rückt, beginnt Cordelia sich zu fragen, ob ausgerechnet Bishop, der sie entführt hat, derjenige sein könnte, der sie und das Rudel retten wird.

 

Leseeindruck

Wie gewohnt, starte ich auch heute mit einem sehr kurzen Einblick in den Inhalt (denn wer mag schon Spoiler): Cordelia lebt ein ruhiges Leben in London, auch wenn sie sich etwas mehr Spannung vorstellen kann. Sie hilft heimlich mit ihrer Magie in der Apotheke ihrer Tante aus. Als sie jedoch plötzlich entführt wird, erfährt sie die Wahrheit über ihre Herkunft. In Cordelia fließt nicht nur Hexen-, sondern auch Werwolfblut und ihr Vater ist der mächtige und machthungrige Alpha des Albion-Rudels. Um politische Bündnisse zu schmieden, soll sie ausgerechnet mit Bishop Daniels verheiratet werden, der rechten Hand ihres Vaters. Nur meiden sich diese beiden Wesensarten. Während Hexen in einer reine Frauenverbindung leben, können Werwölfe nur Männer sein und leben dies auch. Doch mit ihrer Abstimmung ist Cordelia etwas Besonderes, denn sie trägt beides in sich und hat dadurch eine einzigartige Blutlinie, die viele Wesen für sich beanspruchen wollen.

Der Einstieg in das Setting und die Strukturen der Geschichte ist mir super leicht gefallen. Die Story nimmt sich am Anfang genau die richtige Zeit, um uns in die Welt zwischen Londoner Hexenmagie und Werwolf-Politik einzuführen, ohne dabei langweilig zu werden. Man kommt schnell an und die Atmosphäre passt einfach

Ein absolutes Highlight war für mich Bishop. Es ist so erfrischend, mal keinen typisch klischeehaften, anstrengenden „Alpha-Mann“ zu lesen, der nur rumbrüllt. Bishop handelt überlegt, ist loyal und die Chemie zwischen ihm und Cordelia stimmt von der ersten Minute an. Auch wenn Cordelia etwas Zeit braucht um sich dies einzugestehen. Zwischen Cordelia und Bishop baut sich eine "Enemies-to-Lovers"-Dynamik mit moderaten, gut eingebetteten Spice-Szenen auf. Die Schlagabtausche zwischen Bishop und Cordelia sind unterhaltsam und trotz der schnellen Entwicklung bleiben beide sich selbst treu & begegnen sich mit Respekt. 

Auch die Nebencharaktere sind sehr gut gezeichnet. Sie sind sehr unterschiedlich und bringen dadurch viel Dynamik. Es ist alles dabei von Morally Grey, über überzeugende Antagonisten, bis hin zu den Charakteren, die durch Loyalität und Vertrauen einen echten „Inner Circle“ bilden.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen. Die Autorin schreibt sehr bildhaft und schildert uns die Geschichte aus der Perspektive von Cordelia. Dabei ist die Geschichte düster und teilweise auch sehr brutal.

Es gab für mich nur ein kleines Manko um Witch of the Wolves: Halbmond für mich zur perfekten Romantasy werden zu lassen: Cordelia ist ein durchaus sympathischer Charakter. Sie ist mutig und steht für ihrer Überzeugungen. Doch leider hat sie mir den ein oder anderen Lesemoment, wo ich dachte, dass sie etwas weniger verkopft, in ihrem Denken gebunden sein sollte und die Augen lieber auf die Signale von Bishop achten sollte. 

Gefallen hat mir dabei, dass Witch of the Wolves: Halbmond die Thematik der Geschlechterverhältnisse zu einander und weibliche Selbstbestimmung aufgreift, aber ohne, dass dieses komplett die Handlung überlagert. Die Autorin lässt an dieser Stelle Raum für eigene Gedanken. Nur zu Beginn gab es hierzu die ein oder andere Wiederholung, die es nicht gebraucht hätte.

Am Ende macht die Geschichte, dann plötzlich noch eine komplette Kehrtwende. Ab da hat sie mich endgültig gefesselt. Band 2 wird defintiv bei mir einziehen.

 

Fazit

4 - für eine spannender Romantasy- Auftakt mit kleinen Schwächen, jedoch mit großem Potential für Band 2.

Vielen lieben Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar. 

 

Über das Buch

Titel: Witch of the Wolves: Halbmond (Blood-Legacy-Reihe 1) 

AutorIn: Kaylee Archer

ÜbersetzerIn:  Ronja Arndt

Verlag: reverie Verlag

Erscheinungsdatum: 24.Februar 2026

ISBN/ASIN: ‎ ‎ 978-3745705416

Seitenzahl: 432 (Paperback)

Genre: Romantasy, Urban Fantasy

 

 

 

Viele Grüße,

Mandy